Frauen und Paare, die an
einem Mind-Body Programm
teilnehmen, sind gelassener
und haben nachweislich
bessere Bewältigungs-
fähigkeiten im Umgang mit
psychischen Belastungen.

Entspannung will gelernt sein. Vielen von uns ist die Fähigkeit wirkungsvoll zu entspannen in der Hektik des Alltags verloren gegangen. Die Balance zwischen An- und Entspannung (wieder-)herzustellen ist das eigentliche Ziel jeder professionell vermittelten Entspannung, und damit ein ausgewogenes Verhältnis zwischen den Polen von Aktivität und Ruhe im eigenen Leben.

Atemübungen
Anspannung und Stress führen zu Muskelverspannungen im Hals- und Brustbereich, die sich unmittelbar auf die Atmung auswirken. Gezielte Atemübungen können diesen Teufelskreis durchbrechen, den Energieaufwand der für die (falsche) Atmung notwendig ist verringern, und so Kreislauf und Gesundheit stärken.

Progressive Muskelentspannung
Duch bewusstes An- und Entspannen aller wesentlichen Muskelgruppen im Körper lernt man beide Zustände wieder deutlich voneinander zu unterscheiden. Gleichzeitig wirkt die Erfahrung der Entspannung direkt auf das vegetative Nervensystem und führt nachweislich zu einer körperlichen und seelischen Entspannung. Die PME ist damit ein "Bottom-up" Verfahren; selbst bei grosser Verspannung "zwingen" die Übungen zu einem Loslassen, das ganz konkret über die Muskeln funktioniert, darüber hinaus aber auch zu der erwünschten psychischen Entspannung führt.

Autogenes Training
Anders als bei der PME wirkt beim AT Selbstsuggestion. Durch bestimmte einfache Formeln führen die Übenden sich selbst in eine tiefe Entspannung, indem sie sich ganz in ihr Inneres "versenken". Auch hier wirken die Übungen direkt auf das vegetative Nervensystem, der Körper und die Seele entspannen. Aufgrund der gedanklichen Steuerung könnte man die AT auch als ein "Top-Down"-Verfahren bezeichnen.

Visualisierung / Geführte Imagination
Insbesondere im entspannten Zustand sind wir aufnahmefähig für bildhafte Geschichten, da die rechte Gehirnhälte in diesem Zustand besonders aktiviert ist. Abstrakte Themen wie Kinderwunsch, aber auch Ängste und Sorgen, die dem entgegen stehen, können in Form solch eines "Gehirnkinos" intensiv bearbeitet, positiv gewendet und verankert werden. Visualisierungen sind so gesehen kreative und äusserst wirkungsvolle Instrumente für komplexe Plan- und Zielumsetzungen.

Iris Wieg, Dipl.-Soziologin,
Systemische Therapeutin (IGST)
zertifizierte Beraterin der Deutschen Gesellschaft für Kinderwunschberatung
(BKiD e. V.) www.bkid.de

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